Zunehmend erfreut sich der CFD Handel, als kosteneffiziente und flexible Alternative, bei Investoren immer groesserer Beliebtheit.
Sie handeln traditionell mit Aktien und erwarten, dass ein Wert fallen wird? Dann können sie nur Gewinn erzielen, wenn sie eine Aktie leer verkaufen.
‚Short gehen‘ bedeutet, dass sie sich Aktien von einem Aktionär leihen, diese verkaufen und sie dann zu einem niedrigeren Preis zurück kaufen.
Der Vorgang an sich ist recht einfach.
Gehen wir davon aus, dass der Preis einer Aktie der Firma „A“ derzeit mit 5 EUR gehandelt wird, ein Investor möchte ‚short‘ gehen und 100 Aktien (gegen eine Gebühr) von einem Aktionär der Firma „A“ leihen, um sie sofort wieder für 500 EUR verkaufen.
Wenn der Aktienkurs der Firma ‚A‘ dann wie erwartet auf 2.50 EUR fällt, kauft der Investor 100 Aktien zum Preis von 250 EUR zurück und gibt sie dem ursprünglichen Gesellschafter zurück. Den damit erwirtschafteten Gewinn von 250 EUR behält er ein.
Der Investor würde natürlich einen Verlust machen, wenn der Aktienkurs steigen sollte.
Viele sehen ‚shorten‘ eines Basiswertes gehen als unnatürlich Transaktionsprozess an, weswegen dieser Vorgang gerade in Zeiten einer Rezession sehr kontrovers diskutiert wird.
Im Zuge des Zerfalls von Lehmann Brothers im Jahr 2008, versuchten viele, und das schliesst den früheren CEO von Lehman Brother Richard Fuld ein, die Leerverkäufer, als angebliche Verursacher der Instabilität und und Panik an den Märkten, in Haftung zu nehmen.
Die Art, wie die Leerverkäufer teilweise in den Medien dargestellt wurden, wurde dem Ernst der Lage aber in keinster Weise gerecht. Man sprach von gierigen und unmoralischen Opportunisten, die sich am tragischen Niedergang einer einst grossen finanziellen Institution bereicherten wollten. Tatsächlich aber ließ sich die Ursache für den Absturz in den Fehlentscheidungen des Firmenmanagaments finden.
Einigkeit besteht zumindest darin, dass diese Thematik auch weiterhin noch für einigen Gesprächsstoff sorgen wird.
Die Regulierungsbehörden haben sich dieses Themas angenommen und auf das Geschehen reagiert.
Die Securities and Exchange Commission (SEC) in den USA haben erst kürzlich eine neue Regelung bestätigt, die Leerverkäufe einschränkt, wenn die Aktien einer Firma um 10% innerhalb eines Tages fallen.
“Die Regel ist entstanden, um das Vertrauen der Anleger zu bewahren und die Markteffizienz zu fördern. Vor diesem Hintergrund kann die Anerkennung von Leerverkäufen potenziell sowohl einen positiven als auch einen negativen Einfluss auf den Markt haben. ” kommentiert Mary L. Schapiro, der Vorsitzende der SEC.
Die Europäische Wertpapierregulierungsbehörde (CESR) hat vor kurzem die Einführung einer Europa-übergreifenden Offenlegungspflicht vorgeschlagen. Dies würdebedeuten, dass Investoren nennenswerten Netto-Short-Positionen der relevanten Regulierungsbehörde zu melden haben.
Es wird interessant sein zu beobachten, welchen Einfluss diese Entscheidungen auf die Märkten haben werden.
Short selling wird als eine fortgeschrittene Handelsstrategie angesehen, die Vorteile, aber auch Nachteile beinhaltet.
Die Leerverkäufer (Kreditnehmer) haben gewissermassen eine negative Anzahl an Aktien, daher sind sie verpflichtet dem Eigentümer (Kreditgeber) Dividenden zu zahlen, falls das Unternehmen Dividenden auszahlen sollte.
Da die Märkte sich im allgemeinen Trend nach oben entwickeln, werden Sie sich bei Leerverkäufen tendenziell gegen den natürlichen Fluss bewegen.
Es gibt allerdings eine Möglichkeit, bei der Sie als Investor short gehen können, ohne eine Aktien leihen zu müssen und das ist der CFD Handel.
Wenn Sie Aktien-CFDs handeln, dann liegt es an Ihnen zu entscheiden, ob Sie glauben, das der Aktienkurs eines Unternehmens steigen oder fallen wird.
Es gibt keine physischen Austausch von Aktienanteilen, Sie nehmen nur eine Position auf den zukünftigen Wertverlauf der Aktien in der Zukunft ein.
CFDs werden auf Margin gehandelt. Anstatt also den vollen Preis des Basiswertes zu zahlen, müssen sie nur eine anteilige Sicherheit hinterlegen, die dann aber das bis zu 20-fache Volumen im Markt bewegen kann.
Der weltweit grösste CFD Anbieter ist IG Markets.
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Vor diesem Hintergrund sollten sich Anleger stets vor Augen halten, dass CFDs zu den derivativen Hebelprodukte gehören. Um so mehr gilt es neben der potentiellen Gewinnchance auch immer das mögliche Verlustpotential zu berücksichtigen und stets konsequentes Risikomanagement zu betreiben.
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